Das Radieschen Naturkostladen in Möttlingen / Bad Liebenzell
Das Radieschen Naturkostladen mit Ernst Heeskens
Blumhardtstraße 17 in 75378 Bad Liebenzell
35 qm Verkaufsfläche
„Sie nennen ihn liebevoll den roten Ernst“
Die Möttlinger mögen Ernst Heeskens und sei-nen nur
35 qm großen Laden einfach – und so wurde der Ladner
im sonst eher konservativen Schwaben - trotz oder wegen ? - seiner
engagierten sozial-politischen Haltung zum besten Naturkostladen
in der Kategorie bis 100 qm gewählt.
Dabei ist der heute 61-jährige erst seit Septem-ber 2004
dabei, begonnen hatte alles nebenbei mit dem Verkauf von selbst
angebautem Ge-müse in der Garage seines Wohnhauses.
Als seine Arbeitgeber damals dicht machte, entschied sich Ernst
Heeskens – nicht zuletzt wegen des gut laufenden Gemüsehandels – „es
mal mit einem richtigen Naturkostladen zu probieren“. Mit
selbstgebauten Holzregalen und einem frischen Anstrich war die
große Garage schnell in einen Naturkostladen umgebaut;
in einer Kühltheke werden inzwi-schen 25 verschiedene Käsesorten
präsentiert.
Die Silbermedaille für das Sortiment beweist, dass man
auch heute noch auf kleiner Fläche die Kunden mit einem
Komplettsortiment be-geistern kann.
Bio bedeutet soziale Gerechtigkeit …
Eigentlich hat Ernst Heeskens erst über sein langjähriges
sozialpolitisches Engagement, etwa im Weltladen-Verband, zu Bio
gefunden, Auch heute steht für ihn bei Bio das Thema soziale
Gerechtigkeit ganz oben – so verwundert es auch nicht,
dass relativ viele der 700-1000 Bio-Produkte in seinem Sortiment
zusätzlich das Fair-Trade-Siegel tragen.
„Mein Laden soll nicht nur Einkaufsstätte, sondern auch
Treffpunkt sein“
Das Radieschen sieht sich aufgrund seiner Lage „in einem
kleinen Dorf“ als Bio-Grundversorger: So findet man hier
neben viel Frische und regio-nalen Produkten Drogerie-Artikel
und Schreib-waren aus Umweltschutzpapier. Aber auch Besonderheiten
finden in dem kleinen Laden ihren Platz: Das interessante und
einzigartige Weinangebot stammt aus der eigenen Familie, der
Vetter hat einen Winzerbetrieb in Bad Cann-statt.
Aber der „rote Ernst“ wird seinem liebvollen Spitznamen
auch außerhalb seines Naturkost-ladens gerecht. Regelmäßig
fährt er im Ort „Essen auf Rädern“ aus
oder arbeitet als blindengerechter Fremdenführer – nur
Bioladner zu sein wäre ihm dann doch zu einseitig.