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Nielsen-Marktanalyse Verbraucher greifen verstärkt zu Bio-ProduktenDas Marktforschungsinstitut Nielsen meldet für die ersten neun Monate 2011 eine positive Entwicklung für einen Teil des Bio-Sortiments im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und bei Drogeriemärkten. Ohne Bio-Frischwaren wie Bio-Obst, -Gemüse, -Eier und –Fleisch kommt Nielsen auf einen Bio-Umsatz von rund 1,85 Milliarden Euro. Dies ist eine Steigerung von 9,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz mit konventioneller Ware stieg in den untersuchten Food-Warenklassen dagegen nur um drei Prozent, der Absatz war mit 0,4 Prozent sogar rückläufig. Den Anteil von Bio-Produkten an diesen Warenklassen beziffert Nielsen auf 3,3 Prozent. Der Bioumsatz im LEH wird von Nielsen im Handelspanel nur bezogen auf EAN-codierte Warengruppen ermittelt. Informationen über die Entwicklungen bei Discountunternehmen wie Aldi, Lidl und Norma liefert das Nielsen-Haushaltspanel. Für dieses Panel melden repräsentativ ausgewählte Haushalte ihre Einkäufe. Zweistellige Zuwachsraten für Milch, Säfte und MüsliVor diesem Hintergrund sind die Nielsen-Aussagen zur Entwicklung von Bio im LEH ausschließlich auf die untersuchten Warengruppen bezogen. Angaben zum gesamten Bio-Umsatz im LEH sind deshalb nicht möglich. Bei der Bewertung der Nielsen-Aussagen zur Verteilung auf die einzelnen Vertriebsschienen ist ebenfalls die begrenzte Auswahl der erhobenen Warengruppen zu berücksichtigen. Da die Auswertungen im Detail, insbesondere aus bestimmten Warengruppen, kostenpflichtig sind, fallen die veröffentlichten Aussagen zur Sortimentsentwicklung nur sehr allgemein aus: "Bio-Milch, -Fruchtsäfte, -Naturjoghurt und -Müsli sowie abgepackter -Bohnenkaffee konnten fast durchweg zweistellige Zuwachsraten verbuchen; teilweise vervielfachten sich die Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr sogar", heißt es diesmal im Vierteljahres-Bio-Report des Marktforschungsunternehmens. Kleinere Verbrauchermärkte und Discounter bei Bio-Umsatz-Zuwachs vornBei der Verteilung der Bio-Umsätze auf die einzelnen Vertriebsschienen, ist Nielsen zu folgenden Ergebnissen gekommen: „Ein Drittel des betrachteten Bio-Umsatzes wird in den Verbrauchermärkten erzielt. Discounter und Drogeriemärkte stehen jeweils für ein Viertel der Bioumsätze, der Rest entfällt auf die Supermärkte. Insbesondere die kleineren Verbrauchermärkte, aber auch die Discounter glänzten dabei im ersten Dreivierteljahr 2011 sogar mit zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz. Auf Absatzbasis legten aber nur die kleinen Verbrauchermärkte zweistellig zu. Die höchsten Durchschnittsumsätze pro Geschäft mit Bioprodukten erzielen allerdings die großen Verbrauchermärkte. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete jeder Markt dieser Vertriebsschiene im Durchschnitt allein 223.000 Euro mit Bio-Produkten.“ Folgende Warenklassen sind berücksichtigt worden: Weiße Linie, Trockenfertigprodukte, Babynahrung, AFG, Gelbe Linie SB + Theke, Heißgetränke, Süßwaren, TKK, Fette & Öle, Nassfertigprodukte, Brotaufstrich, Wein & Sekt, Spirituosen, Bier, Feinkost, Gesundheits- und Fitnessprodukte, Brot und Backwaren, SB-Wurst & Schinken. Handelsmarken und Bio-Marken teilen sich Zuwachs bei MüsliNach Warengruppen betrachtet, sei das Bio-Wachstum in den relevanten Geschäftstypen unterschiedlich ausgefallen: „Trotz Preiserhöhungen im Mai waren die Discounter beispielsweise bei Frischmilch besonders erfolgreich, während das Wachstum bei Naturjoghurt aus den Verbrauchermärkten stammte. Bei stabilen Preisen wurde das Wachstum dabei sowohl von Bio-Marken als auch Bio-Handelsware getragen. Wachstumstreiber in den Verbrauchermärkten waren die 500-Gramm-Gebinde. Auch bei Müsli teilten sich Bio-Marken und Bio-Handelsmarken den Zuwachs, wobei die Handelsware allein die Hälfte des Umsatzzuwachses generierte –und zwar sowohl im Discount wie bei den Vollsortimentern (Verbrauchermärkte). Das Markenwachstum fand in den Drogeriemärkten statt.“ Bio-Anteil bezieht sich auf 80 Milliarden Euro EinzelhandelsumsatzRechnet man die von Nielsen ermittelte Bio-Umsatzzahl von 1,848 Milliarden auf das gesamte Jahr 2011 hoch, so ist mit rund 2,4 Milliarden Euro Gesamtumsatz im LEH und in Drogeriemärkten für die betrachteten Warengruppen zu rechnen. Bei einem verbleibenden Bio- Anteil von 3,3 Prozent läge die betrachtete Gesamtsumme bei rund 80 Milliarden Euro. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkten beträgt im Schnitt 155 Milliarden Euro, wovon 20 Milliarden Nearfood (WPR, Kosmetik, Babygläschen) sind. |
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