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DLG-Verbraucherstudie Regionalität wichtiger als Bio und Nachhaltigkeit
Die Zustimmung zu der These "Ich fühle mich wohl in meiner Region" war in allen sozialen Milieus mit 89 Prozent sehr hoch. Die Thesen "Ich liebe meine Region" und "Ich identifiziere mich mit meiner Region" unterstrichen noch 73 bzw. 71 Prozent der Verbraucher, wobei die Süddeutschen die größte Affinität zu ihrer Heimat hatten. Allerdings gibt es schichtspezifische Unterschiede bei der Definition von Region: Während Personen mit hoher Bildung darunter den Großraum um ihre Stadt verstehen, sieht das untere und mittlere soziale Milieu eher ein Bundesland als Region. Über 40 Prozent der Verbraucher sind auch interessiert an anderen Regionen, so dass Regionale Wochen und regionale Spezialitäten im Handel aus Sicht der DLG ihre Berechtigung haben.
Beim neuen Typus der regionalen Handelsmarken ist die Werbestrategie konventioneller Handelskonzerne offenbar aufgegangen: "Unser Norden" (Coop Schleswig-Holstein) und NRW-Heimatprodukte der Rewe schneiden aus Verbrauchersicht besonders gut ab. Anhand von TV-Spots der Marken hohes C und Landliebe wurde getestet, welche Bilder denn tatsächlich das Gefühl der Region/Regionalität abbilden würden. Aus den Ergebnissen zieht die DLG folgende Schlüsse: "Regionalität ist ein hoch emotional besetztes Thema, das es entsprechend zu inszenieren gilt. Nicht wenige Verbraucher fassen Regionalität in ihrer größten Form auf: Produkte aus Deutschland. Je undifferenzierter der Wissensstand ist, umso schneller lassen sich Allgemeinplätze prägend verankern." (hf) Die Studie ist für 75 Euro (zzgl. MwSt.) bei der Agentur taste! (www.taste.de) oder bei der DLG, g.oppenhaeuser@dlg.org erhältlich. |
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