herzlichen Glückwunsch zum Eigentor, oder wie sollen Naturkostläden
und die Demeter-Bauern so etwas sonst bezeichnen?
Demeter für jedermann/-frau neben allen anderen
konventionellen Waren (den Begriff Lebensmittel vermeide ich in
diesem Zusammenhang lieber). Umsatz um jeden Preis (anscheinend
muss es ja eine enorme Überkapazität von Demeter-Produkten
geben). Unterwerfung/Auslieferung unter/an einen Konzern, der
wirtschaftlich eindeutig der Stärkere ist: Beginn des „Verkaufs“ der
Marke Demeter, „Aus“ für Naturkostläden
und kleine Demeter-Anbaubetriebe in den nächsten
Jahren (die Bioläden werden ja nicht nur das Alleinstellungsmerkmal Demeter verlieren,
sondern auch alle anderen bisherigen Exklusivmarken/-hersteller
- Demeter macht den Vorreiter).
Zum Glück kann man auf diese Art die Demeter-Idee
nicht auslöschen, sondern nur schwächen; denn der Fortbestand
von Demeter als gelebte Idee bzw. in seiner konkreten
Anwendung, hat nichts mit dem Namen oder wirtschaftlichem Handeln
durch den Demeter-Verband im o.g. Sinne zu tun.
Es werden auch zukünftig Menschen wirkliche Demeter-Erzeugnisse
anbauen, auch wenn diese dann vielleicht nicht mehr Demeter heißen
dürfen/werden.
Über eine Stellungnahme zu meinen Ausführungen würde
ich mich sehr freuen, noch viel mehr natürlich, wenn dieser
Schritt (Kooperationsvereinbarung mit Edeka Südwest o.
a. vergleichbaren Konzernen) umgehend rückgängig gemacht
wird.
Interessant in diesem Zusammenhang erscheint mir noch, dass Demeter hier
mal wieder Pionier ist und Bioland und den anderen die Show stiehlt.
Aber die können sich ja mit Aldi, Lidl & Co zusammentun.
Ulrich K. Warntjen
Naturkost & Künstlerbedarf Morgentau, Alfter bei
Bonn, 24.2.2007