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Gemeinsame Stände für effizientere Messeauftritte? (Gelesen: 19 mal)
Rolf Muetze
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Beiträge: 14
BRD
Gemeinsame Stände für effizientere Messeauftritte?
20.03.2009 um 15:05:52
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Die vermeintlichen Endverbraucher auf der BioFach sind einmal mehr zum Gesprächsthema der Aussteller geworden:
Zwergenwiese-Chefin Susanne Schöning äußert „bei allem Respekt für die Organisationsleistung der NürnbergMesse“ deutliche Kritik: „Auf der BioFach erreiche ich nicht mehr meine Kunden. Meine Klientel ist nach wie vor der Fachhandel. Es kommen zu viel ‚Endverbraucher’ an unseren Stand, so dass Fachgespräche nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Leider müssen wir auch ab Sonntagnachmittag unsere Produkte verkaufen, da die vielen Kaufgesuche einen enormen Druck ausüben. So wird ein wertvoller Fachhandelstag dem schnöden Verkauf geopfert. Diese Entwicklung gefällt uns nicht.“
Frank Szeleschus, zuständig für Marketing und Vertrieb der Marke Linea natura, hat in diesem Jahr „trotz der Vorkehrungen der Messe“ mehr fachfremdes Publikum als noch im letzten Jahr ausgemacht: „Aus meiner Sicht waren diesmal ähnlich viele Besucher an unserem Messestand wie 2008, allerdings hatte ich speziell schon am Samstag (und natürlich auch am Sonntag) den Eindruck, dass in diesem Jahr mehr ‚Räuber und Plünderer’ da waren als im letzten Jahr.“ Sein Vorschlag an die Messe: „Bitte ordnen Sie jede Fachgruppe durch Farbauswahl einer Kategorie zu, zum Beispiel Bioladen = blau, Reformhaus = gelb, Hofladen = grün, Verarbeiter = rosa, etc., sonstige = weiß. Dann kann man am Besucherausweis sein Gegenüber besser erkennen und verliert möglicherweise keinen Ladner.“
Zwergenwiese hat Konsequenzen gezogen: 2010 wird das Unternehmen nicht an der BioFach teilnehmen. Der Fachhandel soll ausschließlich über Regional- und Hausmessen erreicht werden. „Wenn LEH und Bio-Hersteller aneinander Interesse haben, dann mag die Anuga auch ein geeignetes Pflaster sein (das muss die BioFach nicht leisten), auch wenn die BioFach-Messeleitung eine ‚Vermischungspolitik’ betreibt, indem sie uns Fachhandelsmarken quer durch alle Hallen verteilt. Ansonsten halte ich einen Zwei- oder Drei-Jahresrhythmus für eine Leitmesse für vollkommen ausreichend“, sagt Susanne Schöning. Ihre weitere Idee: „Es käme für uns auch in Frage, zusammen mit Hersteller-Kollegen einen gemeinsamen Stand zu machen, wo wir einfach nur Präsenz zeigen, einen Treffpunkt haben und/oder unsere Neuprodukte zeigen. Die gesparten Kosten könnten sinnvoller und effizienter zum Wohle der Branche eingesetzt werden. Heute gilt es mehr denn je, Kosten und Nutzen in ein angemessenes Verhältnis zu setzen.“

Ob Hersteller, Großhändler, Einzelhändler, vermeintlicher Endverbraucher oder sonstiger Besucher:
  • Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke von der BioFach
  • Sind zu viele „Endverbraucher“ an den Ständen?
  • Erleichtern farbige Besucherausweise die Arbeit am Stand?
  • Sollen die Aussteller aus dem Naturkostfachhandel gebündelt werden?
  • Sind Gemeinschaftsstände eine Lösung?
  • Soll die Messe nur alle zwei oder drei Jahre stattfinden?
  • Gibt es andere Vorschläge für einen effizienten Messeauftritt?

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Rolf Muetze / Administrator
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Markus
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Beiträge: 3

Re: Gemeinsame Stände für effizientere Messeauftri
Antwort #1 - 20.03.2009 um 17:30:51
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Moin Rolf,
ich kann Susannes Eindruck nur bestätigen. Schon Am Donnerstag hatte ich das Gefühl, nur unter "Geiern" unterwegs zu sein.
Allerdings liegt das Problem doch eher bei "uns", genauer wohl bei den "Großen": Da werden Messebesuche als Goody vergeben, die Leute wollen die Aussteller nur aus Sicht der Endverbraucher kennenlernen, eine andere Sicht hat man/frau als "nur"VerkäuferIn ja nicht. Allerdings war mein Gefühl, das die Dreistigkeit deutlich gestiegen ist: da wurden einfach gleich mehrere Taschen pro Person abgegriffen, ohne auch nur einen Blick auf den Stand zu werfen: Der Blick ging nur nach den Taschen (Auslagen etc) und die Handlung war: Mitnehmen so viele wie möglich.
Der Einkauf/Die Einlistung hat sich auch von der Messe wegbewegt, die größeren Hersteller versorgen uns ja regelmäßig per Paket (direkt oder via GH). Ich bin da, um Gespräche zu führen, Strategien mitzubekommen und das ein oder andere Neue "zu spüren".

Dieses Jahr waren auch fast keine "Weiterentwicklungen" oder "Neuigkeiten" zu finden, was sonst immernoch persönlich die Sache befruchtete.

Ich habe nichts dagegen, wenn die Premiumhersteller sich ähnlich Demeter und Bioland gruppieren und dabei ggf verschmelzen. Ein wenig ist das ja mit Davert/Lebensbaum/Allos und noch ein paar anderen der Fall. Wichtig wäre dann ein "abgegrenzter Bereich" in dem es wirklich zu Gesprächen (Strategie, Zukunft etc) kommt. Der Stand der "Regionalen" ist zwar nicht schön, geht aber schon in die richtige Richtung: Reservierte Tische, klar nach außen definieren, wer rein darf. Und drum herum die "Endkunden" Tresen mit Personal, das "aufpaßt".
Dann können die Herstellergespräche auch wieder strategisch werden, weil Intimität und Zeit da ist (Zielvereinbarungen, Strategien: Sie haben xy Artikel gelistet, wir wollen zusammen folgendes Ziel erreichen, machen Sie mit? etc.

Bei "Gruppierung" fiel mir auch auf, daß sowohl an einigen Länderständen fast nur noch Industrie stand und auch bei Bioland einige Betrieb waren, die für den Fachhandel keine Bedeutung mehr haben.

EIN Weg ist ja auch, wieder zu Regionalmessen zu kommen (BIO-Nord/Süd), allerdings treff ich da ggf nicht alle Hersteller und es noch weniger Zeit...

Die Frage wird wohl eher sein, wie bekommen wir die EntscheiderInnen des Fachhandels wieder auf eine Veranstaltung. Selbst auf dem Biofach-Kongreß waren ja kaum Entscheider. Voll waren einige Veranstaltungen mit "Ausländern" (bitte jetzt nicht mißverstehen) und VerkäuferInnen, die einfach mitgehört haben.
Aber brauchen wir nicht eher Diskussionen und Foren des Austausches, um die EntscheiderInnen zu locken? Mehr Elemente z.B. der Zukunftskonferenz Naturkost?

Für mich ist eines klar: Wir brauchen den Austausch, der kann werder von Herstellerseite über den Außendienst noch durch das Forum hier oder anderswo zwischen den Läden ersetzt werden.

Wir müssen es doch schaffen, den Facherstellern im Fachhandel eine Perspektive aufzuzeigen, damit wir gegenüber dem Discount bestehen können.

So, das waren ein paar schnelle Gedanken, ich melde mich wieder ;))
Markus
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